Hallenbad öffnet wieder


Am 15. Oktober um 7 Uhr ist so weit: Es darf wieder geschwommen werden! Nach den umfangreichen Sanierungsarbeiten, die seit April 2019 laufen, öffnet die Schwimmhalle im Gelnhäuser Hallenbad an diesem Tag ihre Pforten. Weil sich Arbeiten im Bereich der Sauna witterungsbedingt leicht verzögert haben, bleibt diese Abteilung noch geschlossen, bis der Saunagarten vom Baugerüst befreit und zur Benutzung freigegeben ist.

Der Vorstand des Zweckverbands Hallenschwimmbad Mittleres Kinzigtal mit dem Vorsitzenden Gerald Helfrich (Gründau) sowie den Bürgermeistern Albert Ungermann (Linsengericht) und Daniel Christian Glöckner (Gelnhausen) freut sich, dass das Bad wieder den Nutzerinnen und Nutzern übergeben werden kann. Die Sanierungsmaßnahmen im Bereich des Daches sind für die Bürgerinnen und Bürger eher unsichtbar, dafür erstrahlt die Fassade in neuem Glanz, die dunklen Schieferplatten wurden gegen Metallverkleidungen in modernem Anthrazit ausgetauscht. Für den größten Aha-Effekt bei den Stammnutzern dürfte aber die neue Glasfassade sorgen. Die fast blinden Scheiben, die von braunen, hölzernen Querriegeln eingefasst waren, sind verschwunden und wurden durch moderne, zweifach isolierte Glassysteme ersetzt. Die Schwimmerinnen und Schwimmer haben also künftig wieder einen guten Durchblick bei ihren Aktivitäten. Die Oberlichter über dem Sprungbecken wurden erneuert, die alte Verkleidung ist verschwunden, sodass natürliches Licht einfallen kann und der Bereich wesentlich luftiger wirkt. Mit der Dachsanierung und der energetischen Sanierung gingen auch viele Reinigungs- und Anstricharbeiten einher, so dass sich das gesamte Bad außen und innen in neuer Optik präsentiert. Das betrifft auch den Eingangsbereich, der ebenfalls aufgewertet wurde.

Die ersten Badegäste werden beim Schwimmen allerdings noch auf das Gerüst, die Baustraße und einen noch nicht wiederhergestellten Außenbereich blicken. Auch nach dem 15. Oktober werden Restarbeiten außerhalb des Gebäudes erledigt, die den Bäderbetrieb nicht beeinflussen. Bis auf die Sauna, die nachträglich geöffnet wird. „Wir freuen uns, dass wir unser Hallenbad am 15. Oktober wieder für die Badegäste öffnen können. Auch der Schwimmverein Gelnhausen, die DLRG und die Tauchsportler warten dringend darauf, ihre Trainingsmöglichkeit vor Ort wieder nutzen zu können, nachdem das Freibad bereits seit Anfang September geschlossen ist“, so Albert Ungermann stellvertretend für seine Vorstandskollegen Glöckner und Helfrich. „Mit der Sanierung des Daches und der Glasfassade haben wir das Hallenbad in Gelnhausen fit für die Zukunft gemacht“, sagte Bürgermeister Daniel Christian Glöckner. „Und wenn das Gerüst verschwunden und der Außenbereich wieder angelegt ist, wird es annähernd so aussehen, als hätten wir ein neues Bad gebaut.“

Nötig geworden war die millionenschwere Sanierung, weil in den vergangenen fünf Jahren die Schäden am Dach des Hallenbades zunahmen, die Reparaturkosten stiegen. Nach Prüfung der statischen Tragfähigkeit der Glasfassade war die Sanierungsmaßnahme für den Zweckverband Hallenschwimmbad Mittleres Kinzigtal, dem die Kommunen Gelnhausen, Gründau und Linsengericht angehören, unumgänglich. Für beide Gewerke hat der Vorstand Fachingenieure um Erarbeitung eines Sanierungskonzeptes gebeten. Vorschläge dazu wurden der Verbandsversammlung im Oktober 2017 präsentiert. Auf der Grundlage von Gesamtkosten von rund drei Millionen Euro  wurde die Investitionsmaßnahme zunächst in den Parlamenten der Mitgliedskommunen beraten und von allen auch beschlossen.

Ziel war unter anderem, durch die Sanierung des Flachdaches und der Glasfassaden, die Energieeffizienz zu erhöhen. Zudem wurde eine statische Bauwerksprüfung vorgenommen, bei der keine bedeutenden Mängel festgestellt wurden. Das Projekt ist beim Landesförderungsprogramm Schwimmbad-Investitions- und Modernisierungsprogramm (SWIM) angemeldet und die Fördermittel wurden beantragt.