Häufig gestellte Fragen

Die aktuellen Informationen geben den Stand vom Dienstag, 09.06.2020, 10 Uhr wieder. Wir bitten Sie, sich zusätzlich auf den Seiten des Kreises bzw. Landes Hessen zu informieren.


Allgemeine Fragen zur Lage in Linsengericht

Fragen zur medizinischen Lage in Linsengericht

  • An wen wende ich mich bei einer Erkrankung?

    Der Hausarzt ist der erste Ansprechpartner. Bei Symptomen wie Husten, Fieber oder Atemschwierigkeiten melden Sie sich telefonisch bei Ihrem Hausarzt. Außerhalb der Öffnungszeiten der Praxen ist die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung 116 117 rund um die Uhr erreichbar – diese rufen Sie am besten vom Festnetz aus an. Das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises erreichen Sie montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 15 Uhr unter der Nummer 06051 85-10000

  • Ist die Notaufnahme als erste Anlaufstelle geeignet?

    Als erste Anlaufstelle sind die Notaufnahmen von Krankenhäusern nicht geeignet, weil Ansteckungsgefahr für andere Patienten und auch für Sie besteht.

  • Wann muss ich das Gesundheitsamt einschalten?

    Der Main-Kinzig-Kreis hat eine Corona-Hotline eingerichtet (06051/ 8510000). Dort sollen sich Menschen melden, wenn sie bei sich eine Infektion mit dem Virus vermuten. Im Vorfeld sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

    • Waren Sie in den vergangenen zwei bis drei Wochen in einem der Risikogebiete?
    • Hatten Sie Kontakt zu einem bestätigten Corona-Infizierten?
    • Und haben Sie grippeähnliche Symptome, Fieber oder Durchfall?

    Das Robert-Koch-Institut (www.rki.de) gibt Auskünfte über die aktualisierten Risikogebiete.
    Wer keine der Fragen mit „Ja“ beantworten kann, muss nicht beim Kreis anrufen.

  • Darf ich Patienten im Krankenhaus oder Bewohner im Seniorenheim besuchen?

    Besuche in Krankenhäusern sind grundsätzlich verboten. Ausnahmen sind nur in besonderen Fällen möglich. Dazu zählt der letzte Besuch bei einem Sterbenden oder die Anwesenheit des Vaters bei der Geburt eines Kindes. Das Besuchsverbot in Alten- und Pflegeheimen ist hingegen wieder gelockert. Besuche naher Angehöriger und enger Bezugspersonen sind eingeschränkt wieder erlaubt: eine Person pro Woche für eine Stunde. Die Besucherinnen und Besucher müssen eine OP-Maske als Mund-Nasen-Schutz tragen und die Abstands- und Hygieneregeln einhalten.

Fragen zur Betreuung meiner Kinder

Allgemeine Fragen zum Coronavirus

  • Was ist SARS-CoV-2?

    Das Coronavirus wird offiziell als SARS-CoV-2 bezeichnet, da es sich wie das SARS-Virus aus dem Jahr 2003 um ein so genanntes beta-Coronavirus handelt.
    Eine Erkrankung durch das neuartige Coronavirus wird als COVID-19 bezeichnet, da das Virus im Jahr 2019 erstmal entdeckt wurde.

  • Welche Krankheitszeichen werden durch das neuartige Coronavirus ausgelöst und wie unterscheidet es sich von einer normalen Erkältung / Grippe?

    Eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus kann zu Krankheitszeichen wie Fieber und Husten führen. Auch über Schnupfen, Kurzatmigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Halsschmerzen und Kopfschmerzen wurde berichtet. Einige Betroffene leiden an Übelkeit/Erbrechen und Durchfall. Die Krankheitsverläufe variieren stark, von symptomlosen Verläufen bis hin zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen und Tod.
    Leichter abzugrenzen sind dagegen banale Erkältungen. Dabei treten die typischen Symptome wie Halsschmerzen, Schnupfen, schleimiger Husten, leicht erhöhte Temperatur, Abgeschlagenheit und leichte bis mäßige Kopfschmerzen meist schleichend über mehrere Tage auf. Oft schmerzt zunächst nur der Hals, der Husten kommt in der Regel erst später dazu. Man fühlt sich zwar krank, aber nicht so vollkommen kraftlos wie bei einer echten Grippe.

  • Wie wird das Virus übertragen?

    Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Die Übertragung geschieht dabei vor allem durch virushaltige Tröpfchen, entweder über die Schleimhäute der Atemwege oder auch indirekt über die Hände, die mit Mund- oder Nasenschleimhaut oder der Augenbindehaut in Kontakt kommen.

  • Kann ich mich durch aus China importierte Waren infizieren?

    Von importierten Waren, Briefen oder Koffern, die keine lebenden oder toten Tiere bzw. frische Tierprodukte enthalten, geht nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation und des Bundesinstitutes für Risikobewertung kein Infektionsrisiko aus.

  • Wie lange ist die Zeit zwischen Ansteckung und Krankheitsausbruch?

    Momentan geht man davon aus, dass die Zeit von einer Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung maximal 14 Tage beträgt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beträgt die Inkubationszeit im Durchschnitt 5-6 Tage.
    Beschwerden, die erst nach der Inkubationszeit auftreten, sprechen gegen eine Infektion mit SARS-CoV-2.

  • Wie kann ich mich vor einer Ansteckung schützen?

    Durch das Einhalten einfacher Hygieneregeln kann man das Risiko einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus vermindern. Wie bei allen akuten Infektionen der Atemwege schützen Hust- und Niesregeln sowie eine gute Händehygiene und das Abstandhalten zu Erkrankten (1-2 Meter). Auf das Händeschütteln sollten Sie verzichten. Generell sollten Menschen, die Atemwegssymptome haben, zu Hause bleiben.

    Beim Einkaufen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtend erforderlich!

  • Welchen Zweck hat die Quarantäne?

    Wann muss ich in Quarantäne?
    Wenn ein hohes Risiko besteht, dass Sie sich angesteckt haben:

    • wenn Sie innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt zu einem Erkrankten mit einer laborbestätigten COVID-19-Diagnose hatten. Ein wirklich enger Kontakt bedeutet entweder, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist.
    • immer, wenn das Gesundheitsamt dies anordnet.

    Nicht in Quarantäne müssen Sie, wenn Sie

    •  innerhalb der letzten zwei Wochen im gleichen Raum mit einem Erkrankten mit einer COVID-19 Diagnose waren, ohne einen engen Kontakt,
    • in einem Gebiet mit steigenden Fallzahlen von COVID-19 waren,
    • da dann ein geringeres Risiko besteht, sich angesteckt zu haben.

    Wer mit Menschen mit Vorerkrankungen arbeitet (Krankenhaus, Altenpflege etc.), sollte aber in jedem Fall seinen Betriebsarzt informieren. Und für alle gilt: tägliche Selbstkontrolle auf Krankheitszeichen.
    Wer Kontakt zu einer Person in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis hatte, die wiederum Kontakt zu einem im Labor bestätigten COVID-19-Patienten hatten, aber völlig gesund ist, muss nicht in Quarantäne. In diesem Fall ist man keine Kontaktperson, hat kein erhöhtes Risiko für eine COVID-19-Erkrankung und kann auch niemanden anstecken. Im Fall von Krankheitszeichen einer Atemwegserkrankung sollte man sich jedoch testen lassen.

    Soll ich bei einer Atemwegserkrankung einen Test veranlassen, auch wenn ich nur leichte Symptome habe (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.)?
    Ja, wenn:

    • man in den letzten zwei Wochen Kontakt zu einem Erkrankten hatte, bei dem im Labor eine COVID-19 Diagnose gestellt wurde
    • man in einem Gebiet war, in dem es bereits zu vielen COVID-19 Erkrankungen gekommen ist
    • eine Vorerkrankung besteht oder die Atembeschwerden schlimmer werden (Atemnot, hohes Fieber)
    • wenn man bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für schwere Erkrankungen haben (z.B. im Krankenhaus oder der Altenpflege)

    Schon bevor das Testergebnis vorliegt, sollte man sich selbst isolieren, d.h. zuhause bleiben, alle engen Kontakte unter 2 Metern meiden, gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen (falls vorhanden) einen Mund-Nasenschutz tragen.

    Ist ein Test bei Personen ohne jedes Krankheitszeichen sinnvoll?
    Nein. Eine Labordiagnose sollte nur bei eindeutigen Krankheitszeichen durchgeführt werden zur Klärung der Ursache. Wenn man gesund ist, sagt ein Test auf COVID-19 nichts darüber aus, ob man krank werden kann. Zudem würden damit die Testkapazitäten unnötig belastet.

    Wann ist eine Laboruntersuchung auf SARS-CoV-2 notwendig?
    Eine Laboruntersuchung auf SARS-CoV-2 ist dann notwendig, wenn es sich bei den Betroffenen um begründete COVID-19-Verdachtsfälle handelt, d.h. sie Krankheitszeichen haben und innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall hatten und/oder sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet/einem besonders betroffenen Gebiet in Deutschland aufgehalten haben.
    Darüber hinaus sollte ein Test auch bei Patienten in Erwägung gezogen werden, die Krankheitszeichen haben und sich in den letzten 14 Tagen in Regionen aufgehalten haben, in denen COVID-19-Fälle vorkommen, die aber noch nicht als Risikogebiete/besonders betroffene Gebiete gelten, sowie generell bei Patienten mit Hinweis auf eine virale Pneumonie ohne Alternativdiagnose.
    Tests bei Personen ohne Beschwerden werden nicht empfohlen.

  • Wo besteht die Pflicht Mund- und Nasenschutz zu tragen?

    Die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene sind bei jeglichen Zusammentreffen zu beachten. In Situationen, in denen Maßnahmen der physischen Distanzierung nur schwer eingehalten werden können, insbesondere in öffentlichen
    Verkehrsmitteln und beim Einkauf sowie in Post- und Bankfilialen ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtend erforderlich.

    Auch das Rathaus Linsengericht darf von Besuchern nur mit Mund-Nasenschutz betreten werden.

  • Muss ich mir im Alltag die Hände desinfizieren?

    Nein. Das SARS-CoV-2 ist von einer Hülle umgeben und relativ einfach zu inaktivieren. Grundsätzlich genügen dafür Wasser und Seife im Rahmen einer guten Händehygiene.

  • Was sollten Sie tun, wenn Sie fürchten, sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert zu haben?

    Wenn Sie (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der SARS-CoV-2 im Labor nachgewiesen wurde, sollten Sie sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an ihr zuständiges Gesundheitsamt  (Tel.: 06051 85-10000) wenden. Menschen, die Kontakt zu einer Kontaktperson hatten, müssen sich nicht in häusliche Quarantäne begeben, solange die Kontaktperson symptomfrei bleibt.

  • Für welche Personengruppen besteht ein besonders hohes Erkrankungsrisiko?

    Obwohl schwere Verläufe häufig auch bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten, haben die folgenden Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe:

    • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren)
    • Raucher
    • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
      • des Herzens (z.B. koronare Herzerkrankung),
      • der Lunge (z.B. Asthma, chronische Bronchitis),
      • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen)
      • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
      • Patienten mit einer Krebserkrankung
      • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison)
  • Darf der Arbeitgeber bzw. eine Kindergemeinschaftseinrichtung einen Nachweis über eine SARS-CoV-2-Testung von Personen verlangen, die beschwerdefrei sind?

    Eine Untersuchung bzw. Testung beschwerdefreier Personen, die keinen Kontakt zu nachweislich an COVID-19-Erkrankten hatten, wird vom Gesundheitsamt weder befürwortet noch durchgeführt.

  • Wie kann das Virus nachgewiesen werden?

    Für das Feststellen einer akuten Infektion mit dem SARS-CoV-2 ist der direkte Erregernachweis ausschlaggebend. In der frühen Phase sind Abstriche aus den oberen Atemwegen besonders als Probenmaterial geeignet (z.B. Rachenabstriche). In späteren Phasen können außerdem Sekrete aus den unteren Atemwegen zur Untersuchung genutzt werden.
    Die reine Testzeit im Labor beträgt etwa 4 bis 5 Stunden. Von Probenentnahme bis Ergebnismitteilung vergehen in der Regel 24 bis 48 Stunden.

  • Wer führt diese Tests durch?

    In Hessen werden seit dem 10.03.2020 an ausgewählten Standorten des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes zentrale Untersuchungsstellen eingerichtet, um gebündelt Tests auf das neuartige Coronavirus durchzuführen und die Hausarztpraxen zu entlasten.
    Kann ich mich prophylaktisch testen lassen?
    Nein. Abstriche werden nur bei Patientinnen und Patienten veranlasst, bei denen zuvor das Gesundheitsamt entschieden hat, ob eine Testung erforderlich ist. Voraussetzung für einen Test ist nach den Kriterien des Robert-Koch-Institutes eine akute Erkrankung der Atemwege und ein Kontakt mit einer als infiziert bestätigten Person oder der Aufenthalt in einem Risikogebiet.

  • Welche Maßnahmen ergreift das Gesundheitsamt, wenn man positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde?

    Das Gesundheitsamt nimmt zunächst Kontakt zu der positiv getesteten Person auf. Danach werden die Personen erfragt, zu denen innerhalb der letzten 14 Tage ein enger Kontakt bestand. Diese werden zunächst telefonisch oder per Email benachrichtigt. Das Gesundheitsamt entscheidet dann, ob eine Testung auf das neuartige Coronavirus nötig ist und ob eine häusliche Quarantäne angeordnet wird.

  • Müssen alle SARS-CoV-2 positiv getesteten Personen im Krankenhaus behandelt werden?

    Nein. Nur schwer erkrankte Personen müssen stationär aufgenommen und behandelt werden. Personen, die nur leichte Beschwerden haben, können ambulant versorgt werden. In diesem Fall wird vom Gesundheitsamt eine häusliche Isolation von 14 Tagen angeordnet.

  • Tipps wie man sich schützen kann (Hygiene- und Abstandsregeln)
    • Halten Sie sich an die Husten- und Nies-Etikette (Husten und Niesen in die Ellenbeuge).
    • Waschen Sie sich häufig und gründlich die Hände (Tipp: Zweimal "Happy Birthday" singen, dann hat man die ideale Waschlänge) mit ausreichend Wasser und Seife.
    • Verzichten Sie darauf, sich die Hände zu schütteln.
    • Vermeiden Sie es, mit den Händen das Gesicht zu berühren.
    • Nutzen Sie Papiertaschentücher zum Naseputzen und verwenden Sie diese nur einmalig. Entsorgen Sie diese so bald wie möglich in einem Abfalleimer und waschen Sie zeitnah Ihre Hände.
    • Halten Sie einen Mindestabstand (1,5 bis 2 Meter) zu anderen Personen, insbesondere zu Personen mit Atemwegsbeschwerden.
    •  Tragen Sie in Einrichtungen und Geschäften gem. Verordnung Mund-Nasen-Bedeckungen.

    Diese Maßnahmen schützen im Übrigen auch vor Influenza (Grippe) und anderen Atemwegserkrankungen.

Kontakt

Die Gemeinde Linsengericht hat ein Bürgertelefon eingerichtet.

Sie erreichen uns folgendermaßen:

Montag - Freitag 8:00 - 12:30 Uhr unter 06051 709 -0

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